Brennt mir nun die Nordeifel unterm 4rsch weg?
Wenige 25 Kilometer von meinem kleinen Häuschen mitten auf dem Berg, umgeben von Wald, der sonst nur für Ruhe und schlechte Handyverbindung zuständig ist, brennt die Hütte im wahrsten Sinne des Wortes. In Hürtgenwald‑Gey bei Düren wurden die Einwohner bereits evakuiert . Ein Satz, der früher nach Ausnahme klang und heute klingt wie ein weiterer Punkt auf der Deutschland‑2026‑To‑Do‑Liste. Der Rauch zieht über die Baumkronen, als hätte jemand beschlossen, die Eifel in eine Nebelmaschine zu verwandeln. Die Feuerwehr kämpft unten gegen eine Feuerfront, die sich nicht benehmen will. Kein Drama, kein Mythos, einfach ein Brand, der macht, was Brände eben machen: alles fressen, was nicht wegläuft. Und trotzdem, irgendwo im Hinterkopf, schleicht sich die alte Hürtgenwald‑Legende rein: Man sagte früher, dort habe ein Drache gelebt. Heute wirkt es eher so, als hätte der Wald beschlossen, die Geschichte ein bisschen zu bestätigen. Nicht mit einem feuerspeienden Monster, sondern mit der nüchternen Realität, dass ein paar Böen reichen, um die Region in einen unfreiwilligen Grillabend zu verwandeln. Die Behörden nennen es „außer Kontrolle“. Ich nenne es: „Der Wald hat beschlossen, mal wieder zu zeigen, wer hier eigentlich das Sagen hat.“ Und während unten Menschen ihre Häuser verlassen müssen, sitze ich hier oben und schaue in die Ferne. Es ist diese seltsame Mischung aus Ernst und Absurdität: Die Katastrophe ist real, aber die Situation wirkt trotzdem wie eine Parodie auf sich selbst. Ein Waldbrand, der sich ausgerechnet dort austobt, wo man früher von Drachen erzählt hat. Deutschland, bitte subtiler geht’s nicht. #hürdgenwald #düren #gey #nrw #waldbrand