Osterbäckerei
[Strophe 1 – leise, melancholisch] In der Osterhasenbäckerei, da backt man fremde Leckerei. Nicht Frühling, nicht das eig’ne Fest, der Winter zwingt den Hasen jetzt. Die Frau vom Hasen rührt im Zwang, Plätzchen für den Weihnachtsdrang. [Refrain – bitter] Oh, Osterhasenbäckerei, ein Schatten von der Tyrannei. Wenn dir deine Eier fehlen, komm in die Bäckerei – sei ein nützlicher Angsthase, im System, ganz ohne Pause. [Strophe 2 – klagend] Die Kinder seh’n nur Glitzerlicht, doch wer dahinter leidet, nicht. Die Frau vom Hasen, müde, still, backt, weil das System es will. Kein Platz für Frühlingsfarben mehr, nur Weihnachtsdruck im Backverkehr. [Refrain – härter] Oh, Osterhasenbäckerei, ein Schatten von der Tyrannei. Wenn dir deine Eier fehlen, komm in die Bäckerei – sei ein nützlicher Angsthase, im System, ganz ohne Pause. [Bridge – systemkritisch, zum Heulen] Und wenn der Weihnachtsmann befiehlt, dass Ostern sich dem Winter schielt, dann weint der Hase still im Bau, die Frau backt weiter – ohne Schau. Die Plätzchen schmecken süß und fein, doch innen brennt die Not, das Sein. [Final-Refrain – episch, verzweifelt] Oh, Osterhasenbäckerei, ein Mahnmal der Tyrannei. Wenn dir deine Eier fehlen, komm in die Bäckerei – sei ein nützlicher Angsthase, doch dein Herz zerbricht in Blase. Oh, Osterhasenbäckerei, ein Lied vom Schmerz, der nie vergeh’.